Foto Fischer Holzapfel
Waldeidechse Tävsmoor
Waldeidechse Tävsmoor

Fauna Reptilien: Eidechsen (hier Waldeidechse)

Eidechsen werden im Tävsmoor / Haselauer Moor selten gesehen. Dabei ist zu vermuten, dass in dem Gebiet dauerhaft Eidechsen leben. Wir freuen uns, dass Herr Fischer Holzapfel eine Aufnahme zur Verfügung gestellt hat, die im Tävsmoorbereich entstanden ist. Die Aufnahme stammt aus dem Frühjahr 2008, ist also bereits einige Jahre alt. Am rechten Hinterfuß sieht man einen Hautfetzen von der aktuellen Häutung.

Gerne nehmen wir neuere Beobachtungen zu unseren Unterlagen. Sie können uns persönlich ansprechen oder auch eine E-Mail senden.

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Die Zauneidechse kommt in allen deutschen Bundesländern und Dänemark vor. Weiter nach Norden verlieren sich die Nachweise. Allerdings liegen Beobachtungen aus dem südlichen Schweden vor. Damit ist die Zauneidechse bezüglich der Verbreitung in Europa noch an Platz zwei, gleich nach der Bergeidechse.

Die Zauneidechse beendet ihre Winterruhe einige Wochen nach der Waldeidechse. Nach der Paarung legt das Weibchen ca. ein dutzend Eier in einer selbstgegrabenen Röhre ab. Die Jungen schlüpfen im August ohne Anwesenheit der Elterntiere.

Die (ausgewachsenen) Männchen im Prachtkleid sind auffällig grün gefärbt. Ausgewachsene Weibchen haben auf dem Rücken drei Streifen. Dabei ziehen sich drei Reihen weißer Flecken vom Kopf zum Schwanz. Wie bei der Waldeidechse wird der Rücken durch zwei sandfarbene Streifen von den Flanken abgesetzt. Mit 9 cm Körperlänge (und 11 cm Schwanz) ist die Zauneidechse größer als die Waldeidechse. Der Kopf ist deutlicher vom Rumpf abgesetzt als bei der Waldeidechse.

Waldeidechse, auch Bergeidechse genannt (Zootoca vivipara)

Die Waldeidechse hat unter den europäischen Eidechsen das größte Verbreitungsgebiet. Die Waldeidechse kommt in allen deutschen Bundesländern vor. Sie ist nach Norden über ganz Finnland bis zum Nordkap verbreitet. Das reicht viel weiter nach Norden als bei der Zauneidechse.

Die Waldeidechse zeigt sich nach der Winterruhe ab Mitte Februar im Freien. Nach der Paarung trägt das Weibchen die befruchteten Eier in ihrer Bauchhöhle bis zur Schlupfreife aus (Ovovivipari). Wenn die Jungtiere voll entwickelt sind, kommt es zur Geburt. Die Jungen sind sofort selbstständig.

Die Anzahl der Jungen ist vom Alter und der Größe des Weibchens anhängig und betragt 3-15.

Die Jungtiere sind fast einheitlich schwarzbraun gefärbt. Die Färbung hellt sich meistens mit zunehmenden Alter auf. In Moorgebieten und im Hochgebirge sollen auch ganz schwarze Tiere auftreten.

Einzelheiten zur Verbreitung und aktuellen Situation im Reptilien und Amphibienatlas Schleswig-Holstein.

Zu den Tieren der Galerie T2 (Fauna: Vögel)

Bisher sind keine Artporträts geschrieben. Schilderungen von Erlebnissen mit den Vögeln aus dem Tävsmoorgebiet finden sich in den Blog-Artikeln.

Zu den Tieren der Galerie T3 (Fauna: Gliedertiere)

Bisher sind hier keine Artporträts geschrieben. Bericht zur Wespenspinne im Tävsmoorgebiet findet sich in dem Blog-Artikel Wespenspinne im August 2017.

Fauna Gliedertiere: Blattwespe

Die hier fotografierte Blattwespe Tenthredo livida ist in Europa weit verbreitet. Auffällig ist das weiße Gesicht und die weißen Spitzen der Fühler. Die riesigen Augen neigen sich unten etwas aufeinander zu. Der rötliche Hinterleib zeigt, dass es ein Männchen ist. Die Weibchen haben einen schwarzen Hinterleib.

Blattwespen haben keine langgestreckte “Wespentailie”, dadurch unterscheiden sie sich von den Schlupfwespen. Die erwachsenen Tiere sind im Sommer aktiv. Man kann die auf den großen Blütendolden sehen, teilweise, um Pollen zu fressen, teilweise, um dort andere Insekten zu erbeuten und zu fressen.

Die weiblichen Wespen legen ihre Eier in Pflanzenmaterial hinein. Der Legeapparat ist eher als Säge als als Legestachel zu bezeichnen. Es ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob oder wieweit die einzelnen Arten der “echten Blattwespen”, hier speziell der Gattung Tenthredo auf einige Pflanzenarten spezialisiert sind. Man hat beobachtet, dass die Larven sofort die Pflanze verlassen, auf der die Larven aus dem Ei gekrochen sind. Diese Larven suchen dann sofort eine ander Pflanze auf, um dort zum fressen.

Die Larven haben eine Raupen-ähnliche Gestalt. Die Larven haben zwei Punktaugen. Hinter der Kopfkapsel sind drei Paare insektentypisch gegliederte Brustbeine. Danach folgen 6 bis 8 Paar Afterbeine, sozusagen Raupenbeine, die ungegliedert sind. Diese Larven werden als Afterraupen bezeichnet.

(Das Foto der Larve: Beentree, Pristiphora laricis larva on Larix decidua, Zawodnica modrzewiowa na modrzewiu, Białowieża, Polska, 06,2006, GNU-Lizenz für freie Dokumentation)

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